Rezension: „It ends with us“ – Colleen Hoover

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Titel: It ends with us
Autor: Colleen Hoover
Verlag: Atria Books
Erschienen: 2016
Kosten: 14,99€ (Online günstiger)
Seiten: 384
ISBN: 978-1-5011-1036-8

„If you don’t want to be with me…please tell me right now, Lily. Because when I saw you with him…that hurt. I never want to fell that again. And if it hurts this much now, I’m terrified to think of what it could do to me a year from now.“
(S. 202)

Read first: Ich versuche diese Rezension so spoilerfrei wie möglich zu halten, trotzdem wird sich der ein oder andere klitzekleine Spoiler wahrscheinlich gar nicht vermeiden lassen. Wenn ihr also wirklich komplett voreingenommen in die Geschichte einsteigen wollt, empfehle ich Euch, das hier nicht zu lesen. 😊

⇢Klappentext⇠

„Lily hasn’t always had it easy, but that’s never stopped her from working hard for the life she wants. She’s come a long way from the small town in Maine where she grew up—she graduated from college, moved to Boston, and started her own business. So when she feels a spark with a gorgeous neurosurgeon named Ryle Kincaid, everything in Lily’s life suddenly seems almost too good to be true.

Ryle is assertive, stubborn, maybe even a little arrogant. He’s also sensitive, brilliant, and has a total soft spot for Lily. And the way he looks in scrubs certainly doesn’t hurt. Lily can’t get him out of her head. But Ryle’s complete aversion to relationships is disturbing. Even as Lily finds herself becoming the exception to his “no dating” rule, she can’t help but wonder what made him that way in the first place.

As questions about her new relationship overwhelm her, so do thoughts of Atlas Corrigan—her first love and a link to the past she left behind. He was her kindred spirit, her protector. When Atlas suddenly reappears, everything Lily has built with Ryle is threatened.“
(Quelle: Goodreads)

⇢Zum Inhalt⇠

Wow, ich weiß gerade ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich war wahnsinnig gespannt dieses Buch zu lesen. Immerhin wurde es wirklich in den Himmel gelobt, die guten Bewertungen gingen durch die Decke und angeblich sollte es das beste Buch sein, das Hoover bisher geschrieben hat. Und ja, jetzt nachdem ich es gelesen habe, kann ich das bestätigen.

Aber erst mal zum Inhalt: Am Abend nach der Beerdigung ihres Vaters trifft Lily Bloom auf dem Dach eines Bostoner Hochhauses auf Ryle Kincaid.
Ryle, ein Neurochirurg und totaler Workaholic erzählt Lily, dass er absolut nichts von Beziehungen und Familie hält. Für ihn zählt allein die Karriere. In der Annahme, dass die beiden sich nach diesem Abend eh nicht wiedersehen werden, beginnen sie ein Spiel miteinander, das sich „Naked truth“ nennt. Dabei erzählt jeder dem anderen eine wirklich nackte Wahrheit. Dabei erfahren wir nicht nur, dass Ryle auf One-Night-Stands steht und gerne einen mit Lily hätte, sondern auch viel über die ganz privaten und sensiblen Themen, die die beiden Protagonisten beschäftigen.
Etwas später am Abend trennen sich die beiden voneinander – ohne One-Night-Stand und ohne die Intention den jeweils anderen noch einmal wiederzusehen.

Jetzt springt das Buch sechs Monate weiter. Lily hat sich einen großen Traum erfüllt und ist dabei ihren eigenen Blumenladen zu eröffnen. Gerade als sie sich Sorgen macht, sich doch etwas viel vorgenommen zu haben, stolpert Allysa, auf der Suche nach einem Job, in ihren Laden. Die beiden verstehen sich auf Anhieb gut und so stellt Lily sie ein. Nicht ahnend, dass Allysas Bruder ausgerechnet Ryle ist.
Und so kommt eins zum anderen und die beiden begegnen sich erneut.

Während sich zwischen den beiden langsam etwas zu entwickeln scheint, erfahren wir noch von einem anderen Mann in Lilys Leben. Als Jugendliche hat Lily Tagebuch geschrieben und zwar kein normales Tagebuch, sondern einen Haufen Briefe gerichtet ausgerechnet an – Ellen DeGeneres.
Aus diesen Ellen-Tagebüchern erfahren wir von Atlas. Einem obdachlosen Jungen und Lilys erster Liebe.
Und wir erfahren nicht nur von ihm, sondern auch von einer Thematik, die sowohl Lilys Vergangenheit, als auch ihre Gegenwart stark beeinflusst (dazu allerdings hier nicht mehr).

Es kommt, wie es kommen muss und natürlich trifft Lily nicht nur erneut auf Ryle, sondern auch auf Atlas. Was sie in ein totales Gefühlschaos stürzt und die Beziehung zu einem der Männer entscheidend verändert.

„You saved my life, Lily,“ he said to me. „And you weren’t even trying.“
(S. 212)

⇢Meine Meinung⇠

Um nicht alles vorweg zu nehmen, möchte ich gar nicht so genau auf das Thema der Story eingehen. Einfach so viel:

Man merkt dem ganzen Buch an, das dies ein ganz persönliches Thema für Colleen Hoover war. Die Worte sind mit so einer Ehrlichkeit und so viel Wahrheit geschrieben, das es einem schwer fällt, die Gefühle, die man beim Lesen hat, zu sortieren und zu benennen.

Wir erleben die Geschichte durch Lilys Augen. Lily ist eine wirklich starke, intelligente, junge Frau, die in ihrem Leben schon allerlei Mist durchmachen musste. Trotzdem hat sie alles gut im Griff, ist mutig und traut sich, sich selbst zu verwirklichen.
Sie trifft auf Ryle, der seinerseits ebenfalls eine schwere Bürde zu tragen hat, diese aber ganz anders zu bewältigen versucht, als Lily. Trotzdem scheint bei den beiden auf den ersten Blick so viel zu passen.
Man kann gar nicht anders, als sich mit Lily in ihn zu verlieben, mit den beiden gemeinsam zu lachen und zu weinen.

Inzwischen dieser süßen Geschichte blicken wir tiefer in die Schatten aus Lilys Vergangenheit und lernen dabei auch Atlas kennen. Atlas hat genau so wie Ryle seine Reize, jedoch bin ich persönlich nie wirklich mit ihm warm geworden. Vielleicht weil er gerade dazwischen gestoßen ist, als ich völlig in der Lily&Ryle Story versunken war.

Als die Geschichte immer drastischere Wendungen nimmt, schafft Hoover es, ein Thema, bei dem es eben nicht nur Schwarz und Weiß gibt, in seinen hunderten Grautönen darzustellen.
Sie schafft es, uns Dinge verständlich zu machen, die man von außen gar nicht verstehen kann und will.
Und sie schafft es, ein Ende für etwas zu finden, für das ich bis zum Schluss kein Ende gesehen habe.
Sie schafft es eine so wundervolle Freundschaft entstehen zu lassen, wo die äußeren Umstände eigentlich keine zulassen.
Und sie schafft es, mich bis zur letzten Seite zu fesseln, nur um mich dann fallenzulassen.

⇢Mein Fazit⇠

Wer sagt, dass „It ends with us“ das bisher beste Buch Hoovers Karriere ist, hat Recht.
Wer sagt, dass kein Buch von ihr je persönlicher war, hat ebenfalls Recht.
Wer das nicht glaubt, brauch nur einmal das Nachwort der Autorin zu lesen (das mich übrigens gleich noch mal zum Weinen gebracht hat).
Hoover hat ein so wichtiges, so aktuellen und gleichzeitig so schwieriges Thema aufgebracht und es mir Bravour in dieses Buch verwandelt. Es ist unglaublich, wie sie den Leser dabei Gefühle durchleben lässt, die man bei einem Buch nie geglaubt hat, so zu erleben.
Sie zeigt uns, dass das Leben eben nicht nur schwarz und weiß ist. Das es für manche Entscheidungen hunderte Graus gibt. Sie macht uns deutlich, wie wichtig es ist, unser eigenes Limit zu kennen und wie schwierig es ist, dieses erst einmal zu erkennen. Sie macht Mut und gibt Hoffnung.
Dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Wirklich jeder.

„I’ll keep pretending to swim, when really all I’m doing is floating. Barely keeping my head above water.“
-Lily

(S.217)

⇢“Keep swimming“⇠

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-Feli

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